Jappeloup - Eine Legende auf DVD

Jappeloup - Eine Legende auf DVD

Für alle Pferdefreunde, welche Jappeloup - Eine Legende nicht im Kino zu fassen bekommen haben - es dauert nicht mehr lange und der schöne Film nach der Lebensgeschichte des Reiters Pierre Durand und seinem erfolgreichen Springpferd Jappeloup ist für das Heimkino verfügbar ...

Ab dem 26. Juni 2014 ist der Film über das Auf und Ab eines Reiterlebens als DVD im Handel erhältlich. Große Gefühle werden gezeigt, ohne dabei in Rührseligkeit abzurutschen; außerdem ist Jappeloup - eine Legende eine Reise in die 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Hochkarätig besetzt mit Daniel Auteuil in der Rolle des Reitsport-besessenen Vaters von Pierre Durand und Donald Sutherland als potentieller Käufer aus Amerika, welcher Pierre 400.000 Dollar für den kleinen schwarzen Wallach bietet, eroberte JAPPELOUP insbesondere in Frankreich, Heimat des Reitsport-Paares, die Kinocharts. Hierzulande wird das Pferdethema leider häufig in Richtung Mädchen einer bestimmten Altergruppe beschränkt, somit war der Film bei uns leider vorwiegend zu unpassender und nur recht kurze Zeit im Kino zu sehen. Auch in Deutschland erinnern sich noch viele Menschen an den kleinen Rappen mit dem Kämpferherz - ein Jahrhundertpferd, das nicht selten mit Milton und Ratina Z in einem Atemzug genannt wird. Für Pierre Durand das 'Horse of a Lifetime', wie wohl Milton für den Briten Whitaker und Ratina Z für Ludger Beerbaum. Darüber hinaus ist Jappeloup - Eine Legende nicht nur Denkmal für ein Pferd, sondern ein Spielfilm über Vertrauen und Freundschaft, Beziehungen und das individuelle Wachsen, auch an Niederlagen. 

Jappeloup - Eine Legende

Mehr über den Film Jappeloup - Eine Legende in der ausführlichen Filmbesprechung auf PferdKultur, weitere Einblicke liefern zwei Filmszenen:

Pierre trifft Jappeloup ein erstes Mal und scheint nicht begeistert...

Nach Niederlage und Sturz - Annäherung zwischen Pferd und Reiter...

Der schöne Pferdefilm erscheint am 26. Juni 2014 auf DVD und Blu-ray im Handel; zusätzlich ist eine 3-Disc Special Edition mit vielen Extras wie Interviews und Making-of erhältlich.

Zum DVD-Start von JAPPELOUP – EINE LEGENDE am 26. Juni 2014 konnten die Facebook-Fans von www.facebook.com/jappeloup.film ihre Fragen zu Problemen mit ihren Pferden von der Pferde-Wissenschaftlerin und -Trainerin Katja Schnabel beantworten lassen. Ihre langjährigen Erfahrungen im Umgang mit vielen Pferden und verschiedensten Problemen teilte sie mit den Fans.

Daraus drei Fragen & Antworten:

1. Was kann man tun, wenn ein Pferd nach einigen „normalen“ Sprüngen plötzlich davon rast?
Das Pferd muss lernen, dass es dir und deinen Reiterhilfen gehorchen soll. Je nachdem, wie gut du selbst reitest, ist es auf alle Fälle immer ratsam, einen guten Springtrainer zu suchen, der dir und deinem Pferd die nötigen Hilfestellungen vor Ort geben kann.
 
2. Was kann man tun, wenn ein Pferd nicht mehr vom Hänger runter möchte?
Verladeprobleme jeglicher Art sind ja an der Tagesordnung bei vielen Pferdebesitzern und bei den meisten als völlig „normal“  angesehen, auch wenn es nervig und zeitraubend ist. Dass ein Pferd nicht mehr vom Hänger runter möchte ist zwar seltener der Fall, aber auch kein großes Problem. Am besten gehst du so vor, wie beim Verladen in den Hänger und auch hier gilt: lobende Worte, schrittweises Weitertasten und Möhren zur Belohnung bei einem Schritt in die richtige Richtung helfen. Versuche zu großen Druck, Stress und natürlich Schmerz zu vermeiden. Wichtig ist, dass du bei jedem Schritt immer wieder mit ganz wenig Druck beginnst, sodass du ihm immer wieder die Chance lässt, bei nur wenig Druck zu reagieren. Wenn du immer gleich den Druck erhöhst und sofort aufhörst, sobald er eine Reaktion zeigt, wird er dieses Phasenspiel schnell erlernen und bei wenig Druck reagieren und somit feiner werden. Das ist vereinfacht und kurz ausgedrückt das Prinzip des Horsemanships.

3. Mein Pferd wurde vor zwei Jahren aus einer Ständerhaltung gerettet. Was kann man tun, wenn mein Pferd in der Box und beim Reiten nach anderen Pferden tritt?
 2009 wurde erstmalig vom Landwirtschaftsministerium eine Leitlinie veröffentlicht, in der unter Tierschutzgesichtspunkten eine Ständerhaltung in der Pferdehaltung als tierschutzwidrig beurteilt wurde. Seit Januar 2014 ist die Anbindehaltung von Pferden in fast allen Bundesländern verboten. Wie wissenschaftliche Studien beweisen, zeigen über die Hälfte aller in Ständern gehaltenen Pferde gravierende Verhaltensstörungen – so auch deine Stute. Die Tiere können weder ihr Bedürfnis nach Bewegung, Körperpflege und Kontakt zu anderen Pferden stillen, noch können sie sich auf die Seite legen, um richtig zu schlafen. Um die dadurch entstandenen negativen Auswirkungen auf das Sozialverhalten des Pferds korrigieren zu können, wäre es gut, eine Freundin oder einen Freund zu finden. Das braucht natürlich Zeit und du musst das richtig beobachten. Es hilft oft, ein anderes Pferd, mit Zaun abgetrennt, neben sie zu stellen und einen gemeinsamen Futterplatz einzurichten. So dass sie sich direkt gegenüber stehen und aus einer Heuraufe fressen. Oft kann man so eine neue Freundschaft initiieren. Das ist ein langjähriger Prozess, bei dem ein festes Umfeld mit wenigen Ab- und Zugängen hilft. Nach Möglichkeit sollte das Pferd nie mehr in einer Box gehalten werden, sondern auf einem Auslauf mit einem Unterstand stehen.

Bildmaterial: (c) KochMedia, Jappeloup - Eine Legende

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1. Juni 2014 - 20:01