Island Kino: Gegen den Strom - Woman at War

Gegen den Strom - Woman at War - Frau kämpft gegen Drohne

Nach dem Episodenfilm Von Menschen und Pferden, bringt der isländische Filmemacher Benedikt Erlingsson einen humorvollen Umweltthriller mit artemidenhafter Umweltkriegerin als Titelheldin in die Kinos.
In Gegen den Strom erklärt Halla der Aluminiumindustrie den Krieg. Sie ist bereit, alles zu riskieren, um das ursprüngliche isländische Hochland, das sie so sehr liebt, zu schützen.

Gegen den Strom - Woman at War

Hinter der Kulisse der ruhigen Routine einer Chorleiterin, führt Halla ein Doppelleben als leidenschaftliche Umweltaktivistin - im ganzen Land nur unter ihrem Pseudonym "Die Bergfrau" bekannt, führt sie heimlich einen Ein-Frau-Krieg gegen die örtliche Aluminiumindustrie. Während Hallas Aktionen deutlicher werden, von kleinem Vandalismus bis hin zu Sabotage, schafft sie es, die Pläne für den Bau einer neuen Aluminiumhütte und Verhandlungen der isländischen Regierung mit dem Industrie-Unternehmen zu stoppen. Als sie mit der Planung ihrer größten und kühnsten Operation beginnt, erhält sie einen unerwarteten Brief, der alles ändern soll. Ihr Antrag auf Adoption eines Kindes wurde endlich angenommen. In der Ukraine wartet ein kleines Mädchen auf Halla. Als sie sich mental darauf vorbereitet, ihre Rolle als Saboteurin und Retterin des isländischen Hochlandes aufzugeben, um sich ihren Traum vom Mutterdasein zu erfüllen, beschließt sie, einen letzten Angriff zu planen, um der Aluminiumindustrie einen lähmenden Schlag zu versetzen.

Gegen den Strom - Woman at War Filmplakat Englisch

Benedikt Erlingsson wurde international vor allem bekannt als Autor und Regisseur des preisgekrönten Episodenfilms Von Menschen und Pferden. Sein zweiter Kinofilm ist in klassischer Struktur erzählt, fein gewürzt mit Skurrilitäten und Überraschungen. Wenn nicht in Nebenrollen ebenfalls mit starken Köpfen besetzt, könnte man Gegen den Strom leicht als One-Woman-Show bezeichnen, getragen von der brillierenden Halldóra Geirharðsdóttir in der Hauptrolle.

Der Regisseur wollte eine Heldengeschichte bringen, die wie ein spannendes Abenteuer daherkommt: "Ein ernsthaftes Märchen, das mit einem Lächeln erzählt wird. Völlig allein, konfrontiert mit den rasend schnellen Veränderungen unseres Planeten, übernimmt Halla die Rolle der Retterin von Mutter Erde für die zukünftigen Generationen."

"Für mich ist es selbstverständlich, dass die Rechte der Natur Bestandteil jeder Verfassung sein sollten und national wie international per Gesetz verteidigt werden müssten. Wir müssen begreifen, dass die unberührte Natur ein Recht hat zu existieren und wir dieses durchsetzen sollten, ungeachtet unserer menschlichen Bedürfnisse oder unserer ökonomischen Systeme", erklärt Benedikt Erlingsson.

Gegen den Strom begeisterte das Publikum der Semaine de la Critique auf dem Filmfestival Cannes 2018 und gewann als Eröffnungsfilm den Art Cinema Award auf dem Filmfest Hamburg 2018. Bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck erhielt der Spielfilm aus Island gleich 4 Preise.

Kinostart in Deutschland: 13. Dezember 2018

www.facebook.com/pg/GegenDenStromFilm

Bildmaterial: (c) Pandora Filmverleih

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17. November 2018 - 8:08