Extreme E | Rennfahrerinnen im Team

Extreme E | Rennfahrerinnen im Team

Extreme E ist eine radikal neue Off-Road Rennserie, erschaffen von den Machern der Formel E. Das Rennauto eines Teams steuern jeweils eine Frau und ein Mann durch anspruchsvolle Rennstrecken an extrem abgelegenen Orten der Welt. Die neue Motorsport-Meisterschaft startet mit hohem Nachhaltigkeitsanspruch und dem Ziel, auf die Bedrohung durch Umweltschäden aufmerksam zu machen. Das holt auch einen 7-fachen Formel 1 Weltmeister an Bord.

Elektrische SUVs treten in extremen Umgebungen auf der ganzen Welt an. Die Gegenden sind durch eine Reihe ernster Probleme wie schmelzende Eiskappen, Entwaldung, Wüstenbildung und steigende Meeresspiegel bereits beschädigt oder von Klima- und Umweltproblemen bedroht. Die fünf Rennen umfassende globale Reise soll die Auswirkungen des Klimawandels beleuchten und den Einsatz von Elektrofahrzeugen fördern.
Die Rennserie hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende der ersten Saison einen Netto-Kohlenstoff-Fußabdruck von Null zu erreichen und an jedem Reiseziel ihres Kalenders Initiativen zu gründen, die zum Schutz der vom Klimawandel betroffenen Ökosysteme beitragen.

Formel 1 Weltmeister engagieren sich in der Off-Road Rennserie: Nico Rosberg und Jenson Button haben Rennteams formiert – Jenson Button fährt sogar selbst. Der Multi-Champion Lewis Hamilton stellt ebenfalls ein eigenes Rennteam. Sein Team X44 und die anderen Extreme E Konkurrenten werden an fünf abgelegenen, extremen und vom Klimawandel stark bedrohten Orten Rennen mit Elektrofahrzeugen bestreiten. In der Arktis, in der Wüste, im Regenwald, auf Gletschern und an der Küste.

Lewis Hamilton, Formel 1 Weltmeister und Gründer X-44
Lewis Hamilton, Gründer von Team X44

„Extreme E ist eine aufregende neue Nachhaltigkeitsinitiative und dies ist eine großartige Gelegenheit, als Teamgründer von Anfang an dabei zu sein. Natürlich bedeuten meine Ambitionen und Verpflichtungen bei Mercedes in der Formel 1, dass ich nicht operativ an X44 beteiligt sein werde, aber ich freue mich darauf, eine andere Rolle in dieser neuen Serie zu spielen, eine, die meine Vision einer nachhaltigeren und gleichberechtigten Welt zum Leben erweckt“, sagt Lewis Hamilton, aktiver Formel 1 Fahrer, der Ende des Jahres 2020 in Großbritannien zum Ritter geschlagen wurde.

Benannt in Anlehnung an Lewis‘ eigene Startnummer in der Formel 1 wird der X44 SUV in die Saison 1 der Extreme E Meisterschaft einsteigen, deren erstes X-Prix-Rennen im April 2021 stattfinden wird.

X44 Extreme E SUV
X44 – Foto: (c) Extreme E / Eder Fernandez

Als Gründer des Teams wird Lewis Hamilton nicht selbst hinter dem Steuer sitzen, sondern die Erkenntnisse seiner Motorsportkarriere in die Praxis umsetzen, um die Bildung eines engagierten und konkurrenzfähigen Teams zu unterstützen. Gefahren wird der X44 von der Dakar Rally erfahrenen spanischen Rennfahrerin Cristina Gutiérrez und Sébasten Loeb. Der Franzose ist im Motorsport als einer der erfolgreichsten Rally-Fahrer aller Zeiten bekannt.

Extreme E und Gleichberechtigung

Extreme E ist die erste Motorsportserie die auf Fahrerinnen und auf Fahrer gleichermaßen setzt. Top-Pilotinnen wie Sara Price, Off-Road-Truck-Champion und die australische Rallye-Meisterin Molly Taylor haben die Chance, der Rennsportserie ab der ersten Saison ihren Stempel aufzusetzen.

Für das Team Veloce Racing wird sich Jamie Chadwick hinter das Steuer setzen, sie ist eines der strahlenden jungen Talente Großbritanniens.

Jamie Chadwick, Veloce Racing driver
Jamie Chadwick, Veloce Racing

Derzeit Williams F1-Entwicklungsfahrerin und Meisterin der W-Serie bringt Chadwick Titel-dekoriert einen nicht geringen Erfahrungsschatz mit ins Team. Nachdem sie ihre ersten Schritte im Automobilsport in der Ginetta-Junior-Meisterschaft unternommen hatte, gelang ihr ein spektakulärer Durchbruch, als sie 2015 die Britische GT-Meisterschaft in der GT4-Klasse gewann. „Der Sieg in der W Series war fantastisch – und enorm wichtig für meine Karriere – aber ich möchte beweisen, dass ich auf diesem Niveau jeden schlagen kann, also Männer und Frauen gleichermaßen. Die Aussicht, gegen Leute wie Jenson Button und Sébastien Loeb anzutreten, ist unglaublich“, erklärt Jamie Chadwick. „Ich meine, diese Jungs waren Helden für mich, als ich aufgewachsen bin. Wenn man im Sport erfolgreich sein will, muss man, wie im Leben, bereit sein, sich selbst zu fordern. Das ist genau das, was ich bei Extreme E mache und ich kann es kaum erwarten, loszulegen!“

Der Gründer und CEO von Extreme E, Alejandro Agag, kommentiert: „Wir streben nach Gleichberechtigung und das sportliche Format von Extreme E ist die wahrhaftigste Reflexion dieses Ziels. Alle werden zusammen fahren und nur die effektivste Kombination aus Fahrern, Team, Ingenieuren und Auto wird an die Spitze kommen. Es gibt keinen Mangel an Fahrerinnen, die gut genug sind, um sich zu platzieren!“

Das ultimative Ziel von Agag ist jedoch, die Betonung des Geschlechts derjenigen, die das Rennfahrzeug steuern, ganz zu beenden: „Mein Ziel ist es, dass sich eines Tages die weibliche Beteiligung und Leistung im Motorsport auf einem solchen Niveau befindet, dass es einfach keine Story mehr darstellt – dann werde ich zufrieden sein.“

Einfluss von Motorsport und Sportindustrie

Neben der Sensibilisierung für „Gender Equality“ und „Climate Change“ hat die Reihe ein Legacy-Programm ins Leben gerufen, das die Zusammenarbeit mit den Communities an den Standorten umfasst, um positive Auswirkungen von den lokalen Bedürfnissen abhängig zu machen. Unter der Aufsicht eines unabhängigen wissenschaftlichen Ausschusses, der sich aus führenden Klimaexperten der Universitäten Oxford und Cambridge zusammensetzt, will Extreme E eine Vorlage dafür liefern, wie der Motorsport und die Sportindustrie im weiteren Sinne einen positiven Einfluss auf unseren Planeten haben können.

Die Kommandozentrale für die Meisterschaftsserie wird sich an Bord der RMS St. Helena befinden. Das Schiff hat zur Minimierung der Emissionen und zur Umwandlung in die Operations-, Logistik-, Unterbringungs- und Garagenbasis der Rennserie eine millionenschwere Umgestaltung erfahren. Um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, werden die Rennen für das Publikum nicht physisch zugänglich sein. Stattdessen können Zuschauer das Geschehen durch Live-Übertragungen im Fernsehen und in den sozialen Medien verfolgen.

Extreme E Veloce Racing SUV
Veloce Racing – Foto: (c) Extreme E / Jordi Rierola

Das Serienfahrzeug, hergestellt von Spark Racing Technology, ist ein E-SUV mit dem Namen ODYSSEY 21. Es kann in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h bei Steigungen von bis zu 130 Prozent beschleunigen. Der Geländewagen für Off-Road Rennen hat eine Batterie von Williams Advanced Engineering, einen Rohrrahmen aus einer Niob-verstärkten Stahllegierung und speziell angefertigte extreme Reifen, die von Continental Tyres entworfen wurden.

Extreme E leistet auch Pionierarbeit bei der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie, die es ermöglicht, seine Rennflotte mit emissionsfreier Energie aufzuladen. Diese innovative Lösung von AFC Energy nutzt Wasser und Sonne zur Erzeugung von Wasserstoffenergie. Bei diesem Prozess werden nicht nur keine Treibhausgasemissionen freigesetzt, sondern es entsteht als einziges Nebenprodukt Wasser, das an anderer Stelle vor Ort genutzt wird. Extreme E erhofft sich, eine Technologie zu entwickeln, die einerseits ihren Weg in den Alltag finden und ferner den Weg für eine weniger kohlenstoffintensive Zukunft ebnen wird.

Die Eröffnungssaison von Extreme E wird in fünf Umgebungen stattfinden: unter anderem in der Arktis, in der Wüste, im Amazonas auf einem Gletscher und an der Küste.

Renntermine für die Extreme E Saison 1 / 2021
03.-04. April: Desert X-Prix Wadi Rum, Alula, Saudi-Arabien
29..-30. Mai: Ocean X-Prix, Lac Rose, Dakar, Senegal
28.-29. August: Arctic X-Prix, Kangerlussuaq, Grönland
tbc: Amazon X-Prix
tbc: Glacier X-Prix

Zu den Rennteams zählen unter anderem Chip Ganassi Racing und Andretti United aus den USA, Abt und HWA aus Deutschland, Team TECHEETAH – Indonesien, Acciona Sainz – Spanien, Veloce Racing und X44 aus Großbritannien. Hier alle Teams anschauen.

„Star Wars Pod Racing meets Dakar Rally“

Die Extreme-E Macher haben ein innovatives Format entwickelt, das sich von allen anderen unterscheidet. Es ist auf kurze, scharfe Rad-an-Rad-Rennen ausgelegt.

Jedes Rennen, das als X-Prix bezeichnet wird, umfasst zwei Runden über eine Distanz von etwa 16 Kilometern. Jeder Fahrer und jede Fahrerin wird eine Runde hinter dem Steuer des elektrischen SUV ODYSSEY 21 absolvieren. Jubeln kann am Ende die schnellste Kombination aus Team, Fahrern, Auto und Ingenieuren – die dann gemeinsam zum X-Prix-Sieger gekrönt werden.

Extreme E will nicht nur die Leistung und die Fähigkeiten moderner elektrischer Geländewagen demonstrieren, die unter beeindruckenden Bedingungen über dieses raue Terrain rasen – Extreme E will auch eng mit seinem Wissenschaftlichen Komitee aus Experten in jeder Region zusammenarbeiten, um weltweit das Bewusstsein und die Bildung für die spezifischen Probleme zu fördern, mit denen jede Umwelt konfrontiert ist, wie steigende Kohlenstoffemissionen, schmelzende Eiskappen, Entwaldung, Wüstenbildung, Dürren, Plastikschadstoffe und steigende Meeresspiegel.

Die innovative Rennserie nutzt seine Sportplattform, um die Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung zu fördern. Ziel der Serie ist es, die Auswirkungen des Klimawandels in einigen der abgelegensten Gegenden der Welt aufzuzeigen, die Einführung von Elektrofahrzeugen zu fördern, um den Weg für eine kohlenstoffärmere Zukunft zu ebnen, und eine weltweit erste Plattform für geschlechtergerechten Motorsport zu schaffen.

Alle Informationen zur vollelektrischen Motorsportserie: www.extreme-e.com

Fotos: (c) Extreme E

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14. März 2021 Aus