Edgar Degas hatte auch Pferde als Sujet

Edgar Degas hatte auch Pferde als Sujet

Edgar Degas: Wer kennt sie nicht, seine Zeichnungen und Gemälde der Badenden oder der Tänzerinnen. Weitläufig weniger bekannt, aber genauso schön sind die Bildnisse von Pferden und Reitern, die Edgar Degas über Jahre seines Schaffens (1853-1908) gefertigt hat. Gesellschaften mit Pferden in der Landschaft, Szenen auf der Rennbahn, Pferde beim Training – in wunderbaren Farbstimmungen hielt Degas besondere Atmosphären fest.

Im eindrucksvollen Musée d’Orsay in Paris sind neben zahlreichen Kunstwerken aus verschiedenen Epochen von unterschiedlichsten Künstlern ebenfalls Pferde- Bilder und Skulpturen von Edgar Degas anzuschauen. Ganz aktuell zur Weltmeisterschaft im Jahr 2014 wurde eine Ausstellung kuratiert, im Haras National du Pin, Ausstragungsort von Dressur- und Geländeprüfung der Vielseitigkeitsreiter, welche zu einem Teil Skulpturen von Edgar Degas ausstellt, desweiteren sich mit dem orientalischen Pferd beschäftigt.

Degas (1834 – 1917), geboren und gestorben in Paris, wuchs in einem großbürgerlichen Umfeld auf. Der bekannte Künstler studierte zunächst Jura, was er schnell zugunsten eines Kunststudiums aufgab. Man zählte ihn als Maler und Bildhauer zu den Impressionisten, seine Werke wirken durch eine genaue Linienführung jedoch stark strukturiert. Das Pariser Nachtleben, Tänzerinnen, Frauen bei der Körperpflege, Familien, aber eben auch Pferde und Reiter bildeten das Sujet des Edgar Degas. Sein Werk umfasst unterschiedliche Techniken wie Ölmalerei, Pastell, Zeichnung, Druckgrafik und Skulptur. In seinem späteren Leben erblindet, gab er um die Jahrhundertwende zuerst die Malerei auf, nach und nach auch sein weiteres Schaffen.

Edgar Degas - Rennpferde: DasTraining, 1894
Edgar Degas – Rennpferde: DasTraining, 1894
Edgar Degas - Danseuse Rajustan son chanson, 1888
Edgar Degas – Danseuse Rajustan son chanson, 1888
Edgar Degas - Reiter in Landschaft, 1862
Edgar Degas – Reiter in Landschaft, 1862

Kunstwerke von Edgar Degas sind unter anderem im Musée d’Orsay in Paris ausgestellt. Der Belle Epoque Bau des Musée d’Orsay beeindruckt mit eindrucksvollen Tier-Skulpturen auf dem Vorplatz. Das Musée d’Orsay befindet sich direkt an der Seine unweit vieler Sight-Seeing Attraktionen wie Le Grand Palais, Louvre, Place de la Concorde, um nur wenige zu nennen – selbst der Eiffelturm ist noch fussläufig erreichbar. Auf dem Weg dorthin liegt übrigens ein weiteres spannendes Museum – ein moderner Bau mit spektakulärer von Pflanzen bewachsener Fassade, beherbergt das Musèe du Quai Branly. Wer die um das Thema ‘Dialog der Kulturen’ kreisenden interessanten und teilweise geradezu poppigen Ausstellungen doch nicht besuchen möchte, sollte es sich jedoch nicht nehmen lassen, den wunderbar gestalteten Garten dieses Museums zu besuchen – eine Oase.

Deutlich weniger überlaufen ist das Musée d’Orsay im Vergelich zum Louvre auf der anderen Seite der Seine. Trotzdem lohnt es sich, vorher Tickets online zu kaufen, um ohne Anstehen das Museum betreten und wechselnde Ausstellungen sowie die große ständige Ausstellung besuchen zu können.

Alle Infos zum Museum: www.musee-orsay.fr

Kunst ist allgegenwärtig in Paris. Zeugnisse der Gestaltungsfreude und künstlerischen Schaffens begegnen Besucherinnen und Besuchern in der ganzen Stadt.

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1. September 2019 Aus